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Studie: Altersvorsorge wieder rückläufiger
Friday, 9. October 2009

Private Altersvorsorge in Deutschland nimmt ab

Seit 2003 erstellt die Postbank zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie zum Altersvorsorgeverhalten der deutschen und dessen Auswirkungen. Aktuelle Fakten der Studienversion 2008/2009 erschrecken.


Mehr als die Hälfte der Befragten schraubt die Aktivitäten im Bereich der Altersvorsorge zurück und hat bereits Verträge gekündigt oder stillgelegt. 53% der Befragten möchten die private Vorsorge nicht weiter verstärken. Und das obwohl mehr als 40 Prozent damit rechnen das die Rente im Alter nicht ausreichen wird. Fast doppelt so viele junge Berufstätige als letztes Jahr möchten Ihre private Vorsorge nicht mehr verstärken.


Finanzkrise zehrt am Vertrauen der Verbraucher

Das Interesse an Vorsorgeverträgen, auch an der bisher so beliebten Riester-Rente ist seit Beginn der Finanzkrise, bei welcher so viele Investmentgesellschaften und Versicherungen auch das Geld privater Anleger verzockt haben, stark zurück gegangen. Die Kunden sind fassungslos und bestürzt über Ausmass und Gründe der Krise. Gute 30 Prozent der Befragten haben das Vertrauen in Informationen zur privaten Altersvorsorge verloren und fragen sich welche privaten Vorsorgeverträge denn überhaupt noch Sinn machen.



Eigene vier Wände gewinnen an Vertrauen

Dafür nimmt die Akzeptanz des Eigenheimes als Altersvorsorge zu. Immer mehr Menschen möchten eine eigene Immobilie kaufen oder bauen. Aber: Nur knapp 40% der Erwerbstätigen Bevölkerung rechnen damit die eigenen vier Wände im Rentenalter auch nutzen zu können. Somit driften Wunsch und Wirklichkeit immer mehr auseinander.


Eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus gilt bei 63% der Berufstätigen in Deutschland als besonders sicher. Die staatliche Rente hingegen empfinden nur 53% als sicher.




Wohn Riester noch nicht etabliert


Obwohl sehr viele Befragte die eigenen vier Wände als „Wunsch-Altersvorsorge“ ist der jetzt schon 1 Jahr alte „Wohn Riester“ relativ unbekannt. 46% der Befragten hörten von der Möglichkeit das Eigenheim vom Staat fördern zu lassen zum ersten mal.


Riester Sparverträge werden unbeliebter


Nur noch 28% der jungen Befragen (Alter zischen 16 und 29) gaben an über einen private Riestervertrag, wie z.B. Eine Riester Versicherung oder Riester Fonds, zu verfügen (2007 waren dies noch 31%). Kein Wunder: Rund 4% gaben an Ihre Riester-Rente storniert, gekündigt oder reduziert zu haben. Als Grund dafür wurde die Wirtschafts und Finanzkrise genannt.





Fazit:
Die deutschen sehen die Notwendigkeit der Altersvorsorge. Jedoch zeigen sich die Verbraucher durch die Finanzkrise immer mehr verunsichert, sprachlos und betroffen. Das Vertrauen in Banken, Versicherungen und Finanzberater ist mit Recht angeknackst. Zu viel Menschen wurden um Ihr hart verdientes Geld gebracht. Kurzarbeit und Co tragen zunehmend dazu bei, das gespart werden muss. Private Vorsorge hinten anzustellen ist da nur rationales vorgehen.


Jedoch ist "weniger Altersvorsorge" der falsche Weg. Denn nur wer früh genug anfängt und stetig bis zum Beginn der Rente in einen Sparvertrag einzahlt, der hat die Chance fehlende Rente auszugleichen und ds Risiko einer Altersarmut zu verringern. Wer dabei, verständlicher Weise, nicht mehr in starre Versicherungsverträge oder vom Börsenmarkt abhängige Anlagen investieren will, der ist mit Sparplänen wie z.B. ein Riester Banksparplan gut beraten. Diese sind flexibel, sicher und fair.




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