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Altersvorsorgestatus der deutschen Bevölkerung unzureichend
Friday, 7. August 2009

Untersuchungen bestätigen Unterversorgung der deutschen beim Thema Rente


Viele deutsche Bürger haben ein hohes Risiko im Rentenalter nicht ausreichend Geld zur Verfügung zu haben. Wie die Studie "Vorsorgeatlas" ermittelte wird nach dem derzeitigen Stand ein grosser Teil der Bevölkerung im Ruhestand unterversorgt sein. Der durchschnitliche ermittelte Anspruch ergab für Deutschland unzureichende Werte. Demnach betreiben noch immer zu wenig deutsche private Altersvorsorge.


Reicht die Rente im Alter auch mit Privater Vorsorge nicht?


Eine Studie des Forschungszentrums für Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat nun für Aufsehen gesorgt in Sachen Altersvorsorgestatus. Dabei kam es auch zu einer Verwirrung, da einige Medien die Aussagen der Studie falsch interpretiert und das Wort „Unterversorgung“ gleichgesetzt haben mit „Armut“. Inzwischen hat das Freiburger Forschungszentrum, welches die Studie im Auftrag der Union Investment erstellt hat, dies in der Hinsicht klargestellt, dass beides nicht in einen Topf geworfen werden darf, weil Unterversorgung nicht das Gleiche ist wie Armut.









Doch warum wurde diese Studie überhaupt in Auftrag gegeben?


Diese Frage beantwortete Hans Joachim Reinke, Vorstandsmitglied von Union Investment, bei der Vorstellung der Studie:

"Ziel war, den Altersvorsorgestatus der deutschen Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren möglichst vollständig abzubilden", erklärte er. Und: „Die Studie gibt Auskunft darüber, in welchen Gebieten welche Bevölkerungsgruppen Handlungsbedarf in Sachen Altersvorsorge haben und bietet so Politik sowie Bürgern einen praxisorientierten Handlungsrahmen für ihre weiteren Entscheidungen.“

Das Ergebnis war deshalb auch haarsträubend, weil es zeigt, wie wenig immer noch wirklich geplant wird, wenn es um die Vorsorge fürs Rentenalter geht. Da wird zwar neben der Gesetzlichen Rentenversicherung noch „geriestert“, doch wirklich nachgerechnet, was man denn nun zurücklegen sollte fürs Alter, wird auch nicht. Dies sorgt dann dafür, dass laut der Studie des Forschungszentrums für Generationenverträge um die 40 Prozent der heute noch Erwerbstätigen im Rentenalter nicht auf 60 Prozent des letzten verdienten Bruttoeinkommens kommen werden. Dies ist mit einer Unterversorgung gleich zu setzen, die jedoch noch keine Armut bedeutet. Diese Fehlinterpretation hatten leider viele Medien voneinander abgeschrieben, anstatt die nun vorgelegte Studie selbst zu interpretieren und zu verstehen.

Die Union Investment, als Auftraggeber der erstellten Studie, hat damit erstmals die Möglichkeit ergriffen, den Vorsorgestatus in ganz Deutschland zu erfassen und damit auch zugleich einen Vorsorgeatlas für unser Land zu erstellen. Dabei kamen jedoch nicht nur negative Fakten wie eine mögliche Unterversorgung im Rentenalter ans Licht.


Durch die Beschäftigung mit der Altersvorsorge und dem Investieren in eine Private Altersvorsorge sind laut der Studie 56 Prozent der Bevölkerung im Alter gut versorgt. Dennoch wird immer noch zu wenig die Riester Rente genutzt, interessanterweise in den alten Bundesländern. Aus irgendeinem Grund scheinen die neuen Bundesländer schneller auf den Trichter Private Altersvorsorge gekommen zu sein denn die Bevölkerungsbereiche der ehemaligen Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung.

Dazu schreibt die Union Investment in ihrer Presseerklärung zur Veröffentlichung des „Vorsorgeatlas Deutschland“ der Union Investment und dem Forschungszentrum für Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg:


Ein Viertel der deutschen hat eine Riester Rente - noch zu wenig


„Bei der Riester Rente verfügt mit 27,3 Prozent im landesweiten Durchschnitt hingegen bereits ein gutes Viertel der Riester berechtigten Deutschen über einen entsprechenden Vertrag. Regional zeigt sich allerdings eine Zweiteilung. Während die Beteiligung in den neuen Bundesländern oftmals über 32 Prozent liegt, finden sich vor allem im Süden der alten Bundesländer unterdurchschnittliche Partizipationsquoten. Gerade in den einkommens- und bevölkerungsstarken Regionen der ehemaligen Bundesrepublik hat die Riester Rente noch keine hohe Durchdringung erzielt. Deutliche Unterschiede bestehen jedoch zwischen den verschiedenen Altersklassen. Besonders ausgeprägt ist die Beteiligung an der Riester Rente in der Generation der 20- bis 34-Jährigen. Mit 47,2 Prozent verfügt fast die Hälfte dieser Altersgruppe über eine Riester Rente. Auch hier liegt die Partizipationsquote im Süden der alten Bundesländer unter dem Bundesschnitt.“ (Quelle: Union Investment)



Lösungsansatz zur optimalen Altersvorsorge

Hans Joachim Reinke, Vorstandsmitglied der Union Investment, brachte auch einen Lösungsweg für das Dilemma Unterversorgung im Alter auf den Tisch: „Dabei kommt es darauf an, die persönliche Altersvorsorge durch Streuung auf eine möglichst breite Basis zu stellen“. Und genau hier hängt und hakt es oft in Sachen Rente. Da wird auf die Gesetzliche Rente gebaut, und wenn es hoch kommt für ein paar Euro monatlich geriestert. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus, um den heutigen Lebensstandard im Alter auch halten zu können. Bei der Privaten Altersvorsorge sollte man deshalb immer auf mehrere Säulen bauen, wie bei der Geldanlage.


Und Riester Rente ist hierbei eine wichtige Säule, die jedoch auch gut geplant werden muss. Vor dem Abschluss eines Riester Vertrags sollte deshalb an erster Stelle ein Vergleich verschiedener Verträge sein hinsichtlich Kosten und garantierter Rente. Nur so zeigt sich, welche Riester Rente wirklich für einen geeignet ist. Zwar gibt es für jeden die gleichen staatlichen Zulagen, die Kosten für die Riester Verträge und die Garantierenten schwanken jedoch stark.


Doch nicht nur die Riester-Vorsorge sollte genutzt werden als Altersvorsorge im privaten Rahmen, dazu kann auch über den Erwerb einer Immobilie nachgedacht werden oder über die Anlagemöglichkeit Festgeld, damit der Standard im Rentenalter wirklich gehalten werden kann. Denn sicher niemand wünscht sich nach einem reichen Arbeitsleben ein Auskommen in Höhe der Grundversorgung, die nur wenig über dem Hartz IV-Satz liegt. Deshalb sollte immer gelten: Wer heute vorsorgt, der schaut morgen nicht in die Röhre, sondern kann auch sein Rentenalter in finanzieller Hinsicht und ohne allzu große Einschränkungen genießen.




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