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Lebensversicherung: Durchschnittliche Überschussbeteiligung wird 2012 auf 3,87 Prozent sinken
Tuesday, 17. January 2012

Lebensversicherung: Durchschnittliche Überschussbeteiligung wird 2012 auf 3,87 Prozent sinken


Dass die durchschnittliche Überschussbeteiligung bei der Lebensversicherung sinken wird, stand bereits vor dem Jahreswechsel zur Debatte. Jetzt hat das Hamburger Abendblatt ermittelt, dass die durchschnittliche Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen 2012 auf 3,87 Prozent sinken wird.



Durchschnittliche Überschussbeteiligung ist in den letzten Jahren gravierend gesunken


Grundlage des Berichts durch das Hamburger Abendblatts sind die Aussagen der 40 größten Lebensversicherer. Laut ihnen hat die durchschnittliche Überschussbeteiligung aus einer Lebensversicherung 2011 noch bei 4,08 Prozent gelegen. Im Jahr 2000 wurden Versicherer sogar mit 7,15 Prozent am Gewinn der Lebensversicherer beteiligt. Was die Entwicklung für das Jahr 2012 anbelangt, ist damit zu rechnen, dass es bei vier von fünf Lebensversicherern in diesem Jahr geringere Renditen geben wird.

Was ist die Überschussbeteiligung?


Bei der Überschussbeteiligung handelt es sich um die an die Versicherten gezahlten Anteile des Überschusses. Dieser kommt durch erwirtschaftete Zinsen und dadurch zu Stande, dass es zu weniger Todesfällen gekommen ist als bei der vorsichtigen Beitragsberechnung vermutet wurde.

Euro-Krise trägt Schuld an Renditesenkung


Die aktuell geplante Senkung der Überschussbeteiligung ist die gravierendste seit einigen Jahren. Das Hamburger Abendblatt wollte natürlich auch wissen, warum die Verzinsung für 2012 so stark gesunken ist. Angeblich investieren die Unternehmen knapp 88 % der Kundengelder in festverzinsliche Anlagen, wir Bundesanleihen. Und seitdem es in Europa die gravierende Krise gibt, werfen diese kaum noch Gewinn ab. So gibt es für ein zehnjähriges Bundesanleihen aktuell nur noch eine Rendite von 1,83 Prozent. Diese lag 2011 noch bei 2,94 Prozent.

Lebensversicherung besser früh abschließen


Experten empfehlen, nicht allzu lange zu warten, wenn man eine Lebensversicherung abschließen möchte. Und zwar nicht nur, weil die Renditen aktuell sinken. Je später man eine Lebensversicherung abschließt, umso kürzer ist die Ansparphase und umso geringer der Zinseszinseffekt.





Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung?


Bei diesem Produkt der Altersvorsorge lassen sich zwei Formen unterscheiden. Während die Risikolebensversicherung den Bezugsberechtigten, zu denen zum Beispiel Angehörige gehören, eine festgelegte Summe bezahlt, sofern der Versicherte vor Vertragsablauf stirbt, sieht dies bei der Kapitallebensversicherung anders aus. Hier tritt die Versicherung nur dann in Leistung, wenn der Versicherte den Zeitpunkt des Vertragsablaufes erlebt. Als Kombination von Hinterbliebenen- und Altersvorsorge ist diese Variante für die Versicherten kostspieliger.

Auszahlungsbetrag bestimmt Ansparbeiträge


Egal, für welches Lebensversicherung Produkt man sich entscheidet, gleich ist, dass jeden Monat oder einmal jährlich ein fester Betrag für die Versicherung bezahlt werden muss.
Grundlage dafür ist der vorher vereinbarte Betrag. Bevor man eine Lebensversicherung abschließen kann, müssen Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet werden. Die Auswertung dieser trägt entscheidend zur Beitragsberechnung bei. Wer die Versicherung erst im hohen Alter abschließt, muss damit rechnen, zu ärztlichen Untersuchungen gezwungen zu werden.

Produktvergleiche sind sinnvoll


Da es mittlerweile so viele verschiedene Angebote im Bereich der Lebensversicherung gibt, lohnt sich ein Produktvergleich. Bei diesem sollten nicht nur die Vertragsbedingungen verglichen werden. Sinnvoll ist auch, die Finanzstärke der Versicherer gegenüberzustellen.



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