Renten Nachrichten
Altersvorsorge Umfrage: Viele Jugendliche Steuern auf Altersarmut zu | Altersvorsorge Umfrage: Viele Jugendliche Steuern auf Altersarmut zu |
| Thursday, 10. June 2010 | |
Junge Menschen und Altersvorsorge
Das Thema private Altersvorsorge wurde in Deutschland lange vernachlässigt. Inzwischen gibt es die Riester Rente in all Ihren Varianten und die Rürup Rente, die beide zudem staatlich gefördert werden. Zuvor waren nur betriebliche Zusatzrenten und Lebensversicherung als private Altersvorsorge möglich. Doch noch immer ist die Bedeutung der Altersvorsorge nicht bei jedem Bürger angekommen. Dies wurde unlängst auch bei einer Befragung von TNS Infratest deutlich.
Für diese Studie wurden 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 27 Jahren befragt. Dabei wurde deutlich: Mehr als ein Drittel der von TNS Infratest befragten Personen fühlt überfordert und zwar genau von dem, was eigentlich hilfreich sollte – den Informationen über finanzielle Fragen und Angelegenheiten.
Bei der Vorstellung der Studie gab der Jugendforscher Klaus Hurrelmann die erschreckende Realität der Ergebnisse zu bedenken: „Die Mehrzahl der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen steuert ungewollt auf die Altersarmut zu“, sagte er in Berlin. Das Problem liegt jedoch nicht daran, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht vorsorgen möchten – sondern an den Regelungen in Sachen privater Altersvorsorge, die von vielen Befragten als viel zu kompliziert empfunden wurden. „Die vor zehn Jahren eingeleitete große Reform der Alterssicherung durch mehr Eigenbeteiligung ist nicht bei den jungen Leuten angekommen.“, erklärte Hurrelmann dazu. Besonders schade ist dies für jene Altersgruppe, die sogar noch einen Einsteigerbonus bei der Riester Rente in Höhe von 200 Euro erhalten können. Gerade hier hat der Gesetzgeber die Regeln hinsichtlich der privaten Altersvorsorge junger Menschen positiv erweitert – diese werden jedoch, aufgrund der zum Teil unverständlichen Regelungen und der immer wieder als viel zu kompliziert kritisierten Altersvorsorge-Verträge kaum genutzt. Dies ist einer der Gründe, weshalb 16 Prozent der Befragten, überhaupt kein Geld für das Alter zurücklegen und sich treiben lassen – möglicherweise direkt in eine spätere Altersarmut hinein. Denn eines bleibt immer noch Fakt: Die gesetzlichen Renten werden immer unsicherer, und die private Altersvorsorge wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eine immer größere Rolle spielen müssen. Mehr Renten-News: Versicherungen mit Fonds werden sicherer EU Vorschlag für Rente mit 70 stösst beim Wirtschaftsminister auf Ablehnung Steuerersparniss und Börsinvestment in einem: Fondsgebundene Rentenversicherung
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