Renten Nachrichten
Qualität von Anlageberatungen weiterhin unzureichend | Qualität von Anlageberatungen weiterhin unzureichend |
| Saturday, 9. January 2010 | |
Banken beraten nach wie vor schlecht in Punkto Kapitalanlage
Die Stiftung Warentest prüfte im Dezenber die Beratungsqualität von Banken. Das Ergebniss war für die meisten Institute beschämend.
Nur wenige Monate ist es her, dass die Finanzkrise die Welt und ihr Vertrauen in die Finanzwirtschaft erschütterte. Nicht nur die Banken mussten Milliarden abschreiben, auch Kleinanleger verloren ihr Geld in großem Stil. Schuld waren nicht selten falsche, ausschließlich auf Rendite ausgerichtete Beratungen. Was blieb, war ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis und der Vorwurf an die Banker, maßlos und ausschließlich gewinnorientiert zu sein. Nach dem großen Crash begann das große Reinemachen – so zumindest sollte es aussehen. Die Politik forderte mehr Verantwortungsbewusstsein des Finanzwesens sowie mehr staatliche Kontrolle, Banken und Versicherungen gelobten ein Lernen aus den begangenen Fehlern.
Nachholbedarf sehen die Verbraucherschützer vor allem dort, wo es um die speziellen Bedürfnisse der Kunden ging. Hier werden von Anlageberatern oft nur unzureichende Analysen durchgeführt. Oft ging es eher darum, Anlageprodukte mit einer hohen Provision an den Kunden zu bringen, als diesen entsprechend seinen tatsächlichen Bedürfnissen zu beraten. Vor allem in punkto Sicherheit der angebotenen Geldanlagen haben viele Berater Nachholbedarf. Denn in den meisten Fällen wurden die Testkunden auf den Wunsch nach einer sicheren Geldanlage auf Aktienfonds verwiesen. Doch gerade Anlageprodukte mit Einlagensicherung weisen eine deutlich höhere Sicherheit auf. Auch auf die Anleihen des Staates wurde nur selten verwiesen, doch gerade die gelten als sichere Geldanlage. Was bleibt, ist das Fazit, dass der Verbraucher nach wie vor seinem Anlageberater nicht blind vertrauen sollte. Vielmehr gilt es, die eigenen finanziellen Möglichkeiten sowie die eigenen Bedürfnisse nach Sicherheit, Anlagevolumen und Anlagedauer genau zu kennen und den Berater daraufhin gezielt anzusprechen. Eine wirklich unabhängige Beratung sollte der Verbraucher jedoch von einer Bank trotzdem nicht erwarten. Schließlich ist jeder Anlageberater auch immer ein Verkäufer, der vorzugsweise die Produkte seiner Bank an den Kunden bringen möchte. Die Ratschläge der Stiftung Warentest für das richtige Verhalten im Beratungsgespräch sind nicht neu. Neu ist jedoch das Recht des Kunden, auf ein Beratungsprotokoll zu bestehen. Dieses müssen Berater nach dem Gespräch auf Wunsch des Kunden ausstellen, es dient der Dokumentation einer bedarfsgerechten Analyse. Vor der Unterzeichnung sollte der Kunde das Protokoll jedoch ausführlich durchgelesen haben, Klauseln wie „auf eigenen Wunsch“ sollten dabei unbedingt gemieden werden. Themenverwandte Beiträge: Private Rentenversicherungen im Test Riester Versicherungen als Verbaucherfreundliche Geldanlage Füllen Sie das folgende Formular aus, um ein kostenfreies Angebot und eine umfassende Beratung durch einen Versicherungsexperten anzufordern.
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