Rente arrow Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung nötig?
Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich
Sunday, 5. July 2009



Private Berufsunfähigkeitsversicherung Online

Vergleich Sie Bu Versicherungen
Nicht nur in Risikoberufen ist Berufsunfähigkeitsschutz nötig
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt nach der Privathaftpflicht, als wichtigste private Versicherung. Der Grund dafür ist nachvollziehbar:

Wird man so krank das man auf längere Sicht nicht mehr arbeiten kann erhält man nur unzureichende staatliche Leistungen. Eine echte Berufsunfähigkeitsrente vom Staat bekommt man nur, wenn man am Stichtag des 1.1.2001 40 Jahre oder älter war. Jüngere Generationen erhalten Erwerbsminderungsrente.

Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt derzeit bei ca. 650 Euro monatlich. Das ist für den Normalbürger zu wenig um das Leben zu finanzieren. Hat man keine private Absicherung getroffen ist der soziale Abstieg vorprogrammiert.





Risiko einer Berufsunfähigkeit

In Deutschland wird ca. jeder 4. Arbeitnehmer Berufsunfähig. Die Ursache dafür liegt weitestgehend in Krankheiten. Als häufigste Gründe gelten psychische Probleme, Rückenleiden und Störungen des Gelenkapparates. Anders als oft angenommen führen Unfälle nur in seltenen Fällen dazu das man Berufsunfähig wird. Daher sollte eine Unfallversicherung nicht anstelle einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Allenfalls als sinnvolle Ergänzung eignet sich diese Risikoversicherung.




Qualität: Gute Bedingungen sind das A und O


Das wichtigste bei der Wahl der Versicherung sind die Versicherungsbedingungen. Nur ein guter Vertrag ermöglicht einen guten Schutz. Wichtigstes Kriterium: Der Versicherer verzichtet auf abstrakte Verweisung. Ist dies der Fall, erhält der Versicherte auch dann eine Berufsunfähigkeitsrente wenn er in einem anderen Beruf weiterarbeiten könnte. Weiterhin ist es wichtig das die Dauer der Berufsunfähigkeit nicht allzu lange sein muss, damit der Versicherer zahlt. Optimal ist es, wenn der Versicherung eine voraussichtliche Zeit von 6 Monaten genügen, damit eine Rente gezahlt wird.

Des weiteren sollte eine nachträgliche Erhöhung der Rente ohne Gesundheitsprüfung möglich sein. Das erlaubt dem Versicherten, bei Bedarf den Versicherungsschutz anzupassen.


Preis: Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung


Ein Berufsunfähigkeitschutz ist im Vergleich zu anderen Versicherungen teuer. Eine günstige Versicherung ist nicht unbedingt auch gut. Daher sollte man zuerst auf die Qualität des Vertrages sehen und dann erst nach dem Preis gehen.

Je älter man ist, umso mehr steigt der Beitrag. Grund: Mit steigendem Alter steigt auch das Risiko Berufsunfähig zu werden. Weil Frauen etwas häufiger Berufsunfähig werden zahlen sie etwas mehr. Entscheidend ist vor allem aber der Beruf und der Gesundheitszustand. Die Versicherer teilen Kunden Aufgrund Ihres Berufes in vier Risikogruppen ein. Je riskanter der Beruf, desto teuerer wird die Versicherung.



Der Beitrag erhöht sich zusätzlich wenn der Versicherte vom optimalen "Wunschkunden" der Versicherung abweicht. Das gilt vor allem für ungesunde Lebensweise und Vorerkrankungen. Wer raucht, Extremsport macht oder Krank ist zahlt mehr. Oft führen Gesundheitliche Probleme auch dazu das der Versicherungsschutz eingeschränkt wird und bestimmte Leistungen von vorneherein ausgeschlossen werden. Man nennt dies einen Risikoausschluss. Wer z.B. bereits öfters wegen Rückenbeschwerden beim Arzt war, kann davon ausgehen das die Versicherung Rückenleiden nicht mitversichert. Teilweise werden Kunden komplett abgelehnt und bekommen keinen Vertrag. Das ist vor allem dann der Fall wenn schwerwiegende Krankheiten vorliegen, wie z.B. Depressionen oder ein Bandscheibenvorfall.





Antragstellung


Es ist sehr wichtig den Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung vollständig und gewissenhaft auszufüllen. Falsche oder fehlende Angaben (auch versehentlich gemachte) führen dazu, das der Versicherer im Leistungsfall den Vertrag anfechten bzw. vom Vertrag zurücktreten kann. Er muss dann keine Rente zahlen.


Am wichtigsten ist hier die Beantwortung der Gesundheitsfragen. Denn auf Basis der Antworten berechnet die Versicherung den Beitrag und entscheidet ob und in welchem Umfang dem Kunden ein Vertrag angeboten wird. Die Versicherer prüfen bei Ärzten, Krankenkassen und öffentlichen Trägern ob die gemachten Angaben korrekt sind. Der Kunde muss vorher zustimmen und die Befragten von Ihrer Schweigepflicht entbinden.





Tip: Ein Termin bei behandelnden Ärzten macht Sinn. Am besten erfragt man direkt beim Arzt was zum Krankheitsverlauf alles notiert wurde. So hat man einen vollständigen Überblick und minimiert das Risiko etwas zu vergessen. Es müssen oft auch Angaben zu Diagnosen und Beratungen gemacht werden. Ob sich die Diagnose tatsächlich bestätigte ist für die Versicherung unerheblich. Was der Arzt aufgeschrieben hat, sollte man auch im Antrag für die Versicherung vermerken wenn danach gefragt wird. Egal ob es sich um eine tatsächlich vorhandene Krankheit handelt oder es nur eine Beratung war.




Bei der Beantwortung muss man geschickt sein. Oft ist in den Anträgen viel zu wenig Platz um ausführlich zu vorhanden Vorerkrankungen Auskunft zu geben. Es ist daher unbedingt ein Extrablatt beizufügen. Wichtig auch: Zeit lassen. Man sollte die Beantwortung des Formulars mit den Gesundheitsfragen nach und nach machen und öfters mal drüber schlafen. Vor allem bei Menschen mit vielen Erkrankungen fällt einem nach und nach immer noch was Erwähnenswertes ein.


Es macht Sinn gleichzeitig Anträge bei mehreren Versicherern zu stellen. Denn im Antrag wird immer gefragt ob man bereits anderswo versichert ist bzw. schon mal abgelehnt wurde. Wer einmal abgelehnt wurde hat gilt als „Verdächtig“ und wird genauer unter die Lupe genommen. Schickt man mehrere Anträge gleichzeitig weg, so umgeht man dies.


Höhe der Rente


Optimal ist es, wenn die Berufsunfähigkeitsrente genauso hoch ist wie das derzeitige Nettoeinkommen. Da ist allerdings sehr teuer. Denn je höher die Rente ist, umso mehr kostet die Versicherung. Optimal ist auch eine Nachversicherungsgarantie. Wenn sich das Einkommen erhöht, kann man damit die vereinbarte Rente nachträglich erhöhen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Grundsicherungsrente
Steuern auf eine Erwerbsminderungsrente

Kommentare (0)Add Comment

Ihre Meinung dazu? - Schreiben Sie einen Kommentar
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy